Mittwoch, 31. August 2011

Alle sieben Wellen

Glattauer, Daniel: Alle sieben Wellen. Deuticke Verlag.

Dies ist die Fortsetzung von "Gut gegen Nordwind", einem modernen Briefroman mit E-Mails zwischen Emmi und Leo.
Mir hat "Gut gegen Nordwind" damals sehr, sehr gut gefallen. Den Schluss hatte ich mir zwar anders erhofft, aber tief im Inneren war es genau der Schluss, den ich haben wollte - realistisch. Deswegen war mir auch klar, dass ich keine Fortsetzung brauche. Der weitere Band erschien mir als aufgewärmt, mit verzögerten Kommentaren, die man nicht mehr braucht... Bis vor wenigen Tagen hätte ich gesagt: "Nein, ich möchte "Alle sieben Wellen" nicht lesen." Aber dann habe ich es zufällig in der Bibliothek liegen sehen. Und - kost' ja nix - prompt mitgenommen. Mein innerstes Ich war also wohl doch nicht so mit dem Schluss zufrieden und wollte sich nicht damit abfinden, die Geschichte zwischen Emmi und Leo als beendet anzusehen. ;-)
Lange blieb "Alle sieben Wellen" auch nicht unaufgeschlagen auf dem Tisch liegen. Am letzten Wochenende habe ich es kurzerhand komplett durchgelesen. Schnell war ich wieder im Glattauerschen E-Mail-Stil drin und genoss die unterschiedlichen Nuancen der E-Mails zwischen den beiden. Schon bald drängte sich mir ständig die Frage auf: "Wann kriegen sich die beiden eigentlich?" und ich habe lange darüber nachgedacht, ob man sich als Leser diese Frage nicht eigentlich schon von Anfang an stellt und hofft und hofft und hofft?!
Das Ende dieses Buches kam irgendwie nicht unerwartet. Es war wieder ein Schluss, den ich so haben wollte - irgendwie realistisch.

Insgesamt eine schöne Lektüre, nicht anspruchs-, aber gefühlvoll.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...