Samstag, 14. April 2012

Gelesen: Der Alchimist

Kennt ihr das auch, dass ihr ständig eine (ungeschriebene) Liste an "Büchern, die ich auch mal noch lesen will" im Kopf mit euch herum tragt?

Ich erinnere mich immer dann an sie, wenn ich das Buchregal von Freunden und Bekannten durchsehe, mir jemand erzählt, dass er gerade XYZ liest, oder wenn ich in einer Buchhandlung/ Bibliothek oder auf dem Flohmarkt solche Bücher sehe.

Paulo Coelhos "Der Alchimist" war z.B. so ein Titel meiner Liste, ein klassischer Fall von "Da hast du schon so viel Positives drüber gehört. Das solltest du auch mal gelesen haben!"
Wie schön also, dass ich das Buch einmal unausgeliehen zufällig in der Stadtbibliothek gefunden haben. :-)




"Warum nennt man Euch Alchimist?" - "Weil ich einer bin." - "Und was stimmte bei den anderen Alchimisten nicht, die Metall in Gold verwandeln wollten und es nicht schafften?" - "Sie suchten nur nach Gold", antwortete der Gefährte. "Sie suchten den Schatz am Ende ihres persönlichen Lebensplanes, ohne jedoch den eigentlichen Lebensplan leben zu wollen."


Der junge Hirte Santiago hat einen immer wiederkehrenden Traum: Bei den Pyramiden in Ägypten soll (s)ein Schatz vergraben sein. Er fragt sich: Soll er sein altbekanntes Leben, seine Schafe, seine Freunde und Bekannte aufgeben, um diesem Traum zu folgen?

Er macht sich schließlich auf und lässt alles Bisherige hinter sich. Trifft eine alte Frau, einen reisenden Engländer und schließlich den Alchimisten. Sie alle begleiten ihn ein Stück auf seiner Reise nach Ägypten und geben ihm Ratschläge. Er erlebt Höhen und Tiefen, sammelt viele Eindrücke und hat die unterschiedlichsten Begegnungen mit den Menschen. Bis er am Ende seinen Schatz findet...


"Jeder Moment des Suchens ist ein Moment der Begegnung", sagte der Jüngling seinem Herzen. "Während ich meinen Schatz suchte, waren alle Tage erfreulich, denn ich wusste, dass mich jede Stunde meinem Traum näher brachte. Während ich meinen Schatz suchte, entdeckte ich Dinge auf meinem Weg, von denen ich nie geträumt hätte, wenn ich nicht den Mut gehabt hätte, Dinge zu versuchen, die Hirten sonst versagt bleiben."


Das Buch erzählt eine zeitlose Geschichte voller Lebensweisheit, ohne dabei pathetisch, übertrieben oder gestellt zu wirken.
Eine nette Lektüre zwischendurch, die man auch gut verschenken kann.


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