Sonntag, 28. Oktober 2012

Gelesen: Der Regen, bevor er fällt

"Es gibt Hunderte von Fotos, die ich hätte auswählen können, Imogen. Hunderte und Aberhunderte, bis in die Zeit des Krieges und noch weiter zurück. Als meine Freundin Ruth vor ein paar Jahren starb, habe ich angefangen, sie zu sortieren und diejenigen weggeworfen, die ich nicht behalten wollte. Und in den vergangenen Tagen habe ich die übrigen noch einmal durchgesehen und versucht zu entscheiden, welche ich davon nehmen sollte, um sie dir zu beschreiben. [...] Denn es gibt eine Geschichte, von der du nichts weißt, Imogen. Eine Geschichte über deine Familie, über mich und, was am wichtigsten ist, über dich selbst."


Rosamond bespricht kurz vor ihrem Tod Kassetten für Imogen, die Enkelin ihrer Cousine Beatrix. Sie erzählt anhand ausgewählter Fotografien ihre Erinnerungen an Imogens Familie und versucht eine Erklärung dafür zu geben, warum Imogen als kleines Kind erblindete.

"Der Regen, bevor er fällt" ist eine spannende, melancholische Familiengeschichte, welche die Lebensumstände der Frauen über mehrere Generationen hinweg schildert und Zusammenhänge in ihren Lebenswegen aufzeigt.

"Ja, es ist wahr, nichts davon hätte je geschehen dürfen, es waren alles furchtbare, schreckliche Fehler, und doch, sieh doch, wohin sie geführt haben. Sie haben zu dir geführt, Imogen!"


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