Montag, 7. Januar 2013

DIY: Schalen aus (alten) Schallplatten

Ich habe einen Gegenstand gefunden, den ich tatsächlich mein ganzes Leben nie besessen habe, nicht benutzen könnte, noch nie in den Händen gehalten habe - nämlich eine Schallplatte. Ich bin mit Kassetten und CDs aufgewachsen und kann mich nicht erinnern, dass bei meinen Eltern je Schallplatten im Haus erklungen wären...

(Ich schreibe diese Vorgeschichte als Erklärung nur für den Fall, dass mir im Verlauf dieses Posts ein eingefleischter Schallplattenliebhaber am liebsten den Hals umdrehen und laut rufen möchte: "Wie kann sie denn nur???" *g*)

Als Geschenk für einen absoluten Musik- (und Süßigkeiten-) liebhaber habe ich eine Schale aus einer alten (!) Schallplatte gebogen. Es wurde dafür extra ein Titel aus einem Second Hand Shop ausgesucht, den ansonsten eh niemand hätte haben wollte... bilde ich mir ein. ;-)


Das Geschenk ist fix hergestellt und man benötigt nicht viele Materialien:


Den Backofen habe ich auf 100°C vorgeheizt und währenddessen eine Schale verkehrt herum auf ein Backblech gelegt. Der Durchmesser dieser Schale sollte in etwa so groß wie die Größe des gewünschten Schalenbodens der Schallplatte seins. Darauf wird dann mittig die Schallplatte (ohne Hülle) gelegt.
Ist die Backofentemperatur erreicht, schiebt man das Blech in den Backofen, legt sich die Topflappen bereit und beobachtet, wie sich die Schallplatte langsam von selbst nach unten biegt. Das kann gut zwischen 5 und 10 Minuten dauern...
Dann nimmt man das Blech mitsamt Schallplatte aus dem Ofen und verformt die Kanten rund um die Schale in die Form, die eure Schale haben soll. Man kann dabei Ecken oder Wellen, wie in meinem Beispiel, machen.
Und wenn das Ergebnis noch nicht perfekt ist, aber die Platte langsam zu fest zum weiteren Formen ist, einfach noch einmal zum Erwärmen in den Ofen schieben! Und immer aufpassen, dass man die Platte nicht mit zu viel Druck zerbricht!


Wer will, kann den Boden zum Schluss noch mit einem Gruß/ Spruch verschönern. Ich habe den Kreis ausgedruckt, laminiert und mit doppelseitigem Klebeband am Boden fixiert. Dann kann man die Schale auch einmal feucht abstauben.

Und zum Schluss nur noch die Lieblingssüßigkeiten einfüllen, verpacken - und fertig!

PS: Auf dem Weihnachtsmarkt habe ich gesehen, dass solche Schalen übrigens auch als Blumentöpfe verkauft wurden.

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