Sonntag, 20. Januar 2013

Gelesen: Himmlische Juwelen

Venedig, immer wieder Venedig. *hach*
Seit meinem ersten Commissario Brunetti-Krimi bin ich Donna Leons Geschichten, die in dieser Stadt spielen, regelrecht verfallen. Kein Wunder also, dass auch "Himmlische Juwelen", zur Abwechslung mal ein historischer (Kriminal-) Roman von ihr, auf meiner "to-read-Liste" landete.




Und nun, nach wenigen Tagen bereits ausgelesen, kann ich euch eine kurze Empfehlung und Zusammenfassung schreiben.




Kennt ihr diesen Mann?
Es ist Agostino Steffani, ein italienischer Komponist des 17./ 18. Jahrhunderts, dessen geheimnisvolles Leben Donna Leon zum Anlass nahm, um in "Himmlische Juwelen" über ihn zu schreiben.

"Aber ein Testament gibt es nicht, oder?"
"Er hat keins hinterlassen, oder es hat sich keins gefunden, jedenfalls hat die Kirche alles für sich beansprucht; einiges wurde verkauft, um Schulden zu bezahlen, der Rest war verschwunden, bis dann die Truhen aufgetaucht sind."


Die Musikwissenschaftlerin Caterina Pellegrini kehrt in ihre Heimatstadt Venedig zurück, wo sie einen neuen Job angenommen hat. Sie soll den Inhalt zweier Truhen aus dem Nachlass eines kinderlosen Barockkomponisten sichten, um den Erbschaftsstreit zweier Nachkommen zu beenden. Der Nachlass solle einen Schatz beinhalten, sagt man ihr.
Nach Unterschreiben eines detailierten Arbeitsvertrages und unter Hinzuziehen eines Rechtsanwalts beginnt sie gespannt ihre Arbeit: Sie findet Bündel historischer Dokumente und ist durch das Lesen der Briefe und Partituren schnell Feuer und Flamme für den Komponisten und sein vielseitiges Leben. Sie beginnt weiter zu recherchieren und merkt bald, dass sich dieses Leben vorrangig nicht um die Musik drehte, sondern sich mit brisanten Aufgaben der Politik und der katholischen Kirche vermischte...

Das Buch beginnt spannend, enttäuschte mich dann aber am Ende etwas. Zu schnell löst sich hier das Rätsel um die beiden alten Truhen, sodass mir der Schluss der Geschichte etwas zu schnell  kam. Und gefallen hat mir das gewählte Ende auch nicht. ;-)
Aber abgesehen davon: Die Geschichte auf historischem Hintergrund wird Musikliebhaber und Venedigfans sicherlich begeistern können. Wer hingegen ein Buch im Brunetti-Stil erwartet, wird evtl. enttäuscht.
Daher zwei von drei Sternen.





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