Freitag, 8. Februar 2013

Gelesen: Hannes

Kennt ihr das auch? - Ihr entdeckt ein Buch. Zuerst einmal nur wegen des Covers, durch eine Buchbesprechung oder einen Tipp. Und beim Durchlesen der Zusammenfassung auf der Hinterseite oder im Web stellt ihr fest: "Ja, das könnte etwas für mich sein!"
Aber dann der Blick auf den Autor bzw. die Autorin, mit dem/ der ihr schon schlechte Erfahrungen bei Vorgänger-Büchern gemacht habt. Und es macht sich unwillkürlich Skepsis breit... und der ganze Buchzauber ist ein wenig angeknackst. :-/

So ist es mir jetzt mit Rita Falk ergangen, deren Provinzkrimis mit dem Dorfpolizisten Franz Eberhofer nach Erscheinen regelmäßig die Bestsellerlisten stürmen. Und deren Schreibstil beim Lesen von "Winterkartoffelknödel" mir einfach nicht gefallen hat, und zwar so ganz und gar nicht!! Also hatte ich alle Folgebände bereits im Voraus abgehakt und auch nie mehr nach ihnen gegriffen, auch nicht die Kurzzusammenfassung durchgelesen...


Bis mir eine frühere Kollegin "Hannes" empfohlen hat. Das ich nun, obwohl ich mich wegen der schlechten "Vorerfahrungen" überwinden musste, gerne gelesen habe.
Daher also im Nachhinein ein kurzes Plädoyer für eine zweite Chance - manchmal lohnt es sich. :-)
 



[...] Ich hab dir dann den Brief vorgelesen, so weit ich ihn halt geschrieben habe. Es sind meine Gedanken, die ich dir bis jetzt und mein ganzes Leben lang erzählt hab, mein Freund, und das fehlt mir am meisten. Unser alltägliches Gelaber. Über nix. Über Gott und die Welt. Du warst mein Tagebuch und ich das deine. Nun schreib ich es eben auf, damit du später weißt, was passiert ist in der Zeit, die du verpennt hast. [...]

Uli sitzt am Krankenhausbett, in dem sein bester Freund Hannes seit seinem Motorradunfall im Koma liegt. Es gäbe so viel zu berichten - von Ulis Zivildienst im Vogelnest, Hannes Eltern, seiner Freundin Nele, den gemeinsamen Abenden und Gesprächen mit den alten Freunden - aber Hannes bleibt stumm. Mehrmals die Woche probiert Uli den Spagat zwischen Nachtschicht bei der Arbeit, schlafen und Krankenhaus zu schaffen, um Hannes am Leben um ihn herum teilhaben zu lassen, indem er ihm seine Tagebucheinträge oder die Sportergebnisse vorliest...

Eine ehrliche Freundschaftsgeschichte, die mich zu Tränen gerührt hat. Man hofft und bangt, freut und ärgert sich, schmunzelt und schnieft.
Persönliches Manko: Rita Falks Schreibstil, die Sprache, kommt bei mir nachwievor nicht gut an. Zu kurze Sätze, meistens zu abgehackt. Meine Freude am Lesen wurde daher etwas gemindert...


Kommentare:

  1. Auf der Suche nach Schokoladenkuchen kam ich zufällig vorbei und es gefällt mir so gut hier, das ich öfter reinschaue.
    Das Buch klingt gut, ich kenne das Problem auch. Aber seit ich meine Bücher aus der Bücherei ausleihe haben probiere ich mehr aus.
    LG Masche

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    1. Hallo Masche, herzlich willkommen! :-)
      Stimmt, Büchereien sind super. *mag*

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