Montag, 1. Juli 2013

Gelesen: Weitlings Sommerfrische

Wow, wow, wow!
Ich könnte regelrecht ins Schwärmen geraten, wenn es um die Geschichte in diesem dünnen Büchlein geht, das ich in den vergangenen Wochen zwar ausgelesen habe, die ich aber immer noch im Kopf mit mir herum trage:


Wilhelm Weitling, Berliner Richter im Ruhestand, verbringt seinen Sommer am Chiemsee, im Haus und in der Umgebung seiner Kindheit und sinniert über das Leben. Eigentlich äußerst skeptisch gegenüber dem Segeln, hatte er doch als Kind einen fast lebensgefährlichen Unfall allein mit dem Segelboot auf dem Chiemsee, wagt er an einem scheinbar geeigneten Sommertag einen neuen Versuch - und gerät wieder in einen Sturm.
Danach.
Er lebt. Aber er wurde etwa fünfzig Jahre in seine Vergangenheit zurück befördert, kann sich selbst als Jugendlichen, seine Familie, Klassenkameraden und Nachbarn damals begegnen. Dieser neue Zustand ist am Anfang verwirrend, aber auch spannend. Warum bin ich so geworden, wie ich heute als Erwachsener bin?
Wilhelm Weitling beobachtet und zieht Schlüsse. Aber dann entdeckt er, dass Dinge überhaupt nicht 100%ig gleich ablaufen, wie er sie in Erinnerung hatte. Und es macht sich eine schlimme Vorahnung breit: Was, wenn er nie mehr in sein "jetziges Leben" zurückkehren kann, weil es so vielleicht gar nicht stattgefunden hat?

Die Bereitschaft, sich auf die ungewöhnliche Zeitreise-Idee des Autors einzulassen und mit Wilhelm Weitling über das Leben zu philosophieren, lohnt sich! Ich war begeistert. :-)



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