Montag, 25. August 2014

Gelesen: Blasmusikpop

Eines der tollen Dinge am Kranksein ist eindeutig die viele Zeit, die man ungestört zum Lesen nutzen kann!!
Ich hatte mich im Vorfeld vorausschauend mit einem riesigen Bücherstapel aus der Stadtbücherei eingedeckt, mir zusätzlich einen kostenlosen Zugang zur Onleihe von eBooks und eAudios freigeschalten und ein paar Zeitschriften besorgt. Am besten finde ich einen Mix aus Romanen, Kinderbüchern, Kochbüchern und Ratgebern - da ist für jede Stimmung mal was dabei und man kann blättern, schmökern und träumen...

Unter meinen Lese-Entdeckungen der letzten Wochen ist der dicke Roman "Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam" von Vea Kaiser, der mir einige Tage ein guter Begleiter war und für eine Art Bergurlaub im Kopf gesorgt hat, als ich mich kaum bewegen konnte.


http://www.kiwi-verlag.de/buch/blasmusikpop-oder-wie-die-wissenschaft-in-die-berge-kam/978-3-462-04464-5/


Wer sich vom skurilen Titel nicht abschrecken lässt, lernt die Bewohner des kleinen Alpendorfes St. Peter am Anger über mehrere Generationen kennen, die einem mit ihrer teils knorrigen Art schnell ans Herz wachsen.

Als sich die Sturmfront ausgeregnet hatte und ein pittoresker Altweibersommer die Waldhänge golden färbte, kamen Bergsteiger ins Dorf. In den letzten Jahren waren sie ausgeblieben und die St. Petrianer hatten schon befürchtet, dass sie irgendwann zurückkommen würden, doch hätten sie niemals gedacht, es gäbe Bergsteiger, die verrückt genug seien, im Herbst zu kommen - Altweibersommer hin oder her. Wie immer, wenn die Wahnsinnigen heranrückten, klappten die Fensterläden zu, wurden die Wäscheberge ins Haus geholt und die Kinder heimgerufen, noch bevor der Tross das Ortsschild passiert hatte.
Während im abgeschiedenen St. Peter das Leben seit jeher seinen gewohnten Gang geht, wächst einer unter den Dorfbewohnern heran, der sich plötzlich für die Wissenschaft interessiert und in der Stadt studieren möchte - mit Frau und Kind zu Hause. Eine ereignisreiche Entwicklung nimmt ihren Lauf - eine Geschichte von Freundschaft und Liebe, Tradition und Moderne, Vertraut- und Fremdsein, die mir sehr gut gefallen hat.



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